5 Mythen über Datenrettung: So wird es noch schlimmer!

3. Juli 2016

Der Alptraum jedes Festplatten-Besitzers: Plötzlich ist sie defekt und man hat keinen Zugriff mehr auf seine Daten. Im Zuge der Verzweiflung versuchen viele selbst Hand anzulegen, um die Daten noch zu retten. Viele User suchen bei Google und Co. nach Rat und stoßen dabei auf vermeintliche „Tipps“.

Natürlich wäre Vorbeugung die beste Lösung, indem man regelmäßig ein Backup durchführt und die Daten sichert. Aber das ist leider oft nur die Theorie, sodass der Worst-Case häufiger Eintritt, als man glaubt. Wir möchten Sie davor schützen, bei einem möglichen Festplatten-Schaden die Folgen noch schlimmer zu machen, als sie schon sind und haben Ihnen deshalb fünf Mythen zusammengestellt, die Sie lieber nicht hören sollten:

  1. Auf die Festplatte klopfen

Zur Not mit Gewalt? Nein! Einige User erklären, dass sie mit Klopfen oder einem Schlag auf die Festplatte diese wieder funktionsfähig gemacht haben. Bei sehr alten Festplatten kann dies durchaus der Fall sein – das ist jedoch die absolute Seltenheit. Bei sämtlichen neuen Festplatten wird ein Klopfen oder ein Schlag die Folge haben, dass jede einzelne gespeicherte Datei zerstört wird und somit für immer weg ist.

  1. Festplatte in den Ofen oder in das Eisfach legen

Der mit Abstand heißeste Mythos ist der, die Festplatte in den Ofen zu legen, um einen plötzlichen Temperaturwechsel zu erzielen. Damit soll durch das Ausdehnen des Materials im Inneren der Festplatte der Spindelmotor wieder zum Laufen gebracht werden. Selbst wenn es dazu kommen sollte, werden durch die Hitze viele weitere wichtige Teile in der Festplatte zerstört, sodass das Ergebnis am Ende nicht besser ist.

Das Eisfach soll wiederum dazu genutzt werden, um die überhitzte Festplatte abzukühlen und so wieder funktionsfähig zu machen. Das große Problem bei einem Eisfach ist allerdings die Feuchtigkeit (Kondensation), die beim Einfrieren der Festplatte sich auf den Magnetscheiben und der Platine absetzt. Die Folgen sind Fehler beim Lesen der Daten und/oder ein Kurzschluss.

  1. Die Platine der Festplatte tauschen

Bei sehr alten Festplatten bis zu einer Größe von 300 GB kann dies teilweise funktionieren – allerdings auch nur in Ausnahmefällen. Bei den neuen Modellen führt dies im Normalfall zu einer Verschlimmerung des Zustandes, da die gespeicherten Betriebsparameter im ROM einzigartig sind und eins zu eins von der alten auf die neue Platine kopiert werden müssten. Selbst bei baugleichen Platinen.

  1. Magnetscheiben auslesen lassen

Die Magnetscheibe ausbauen und in einem anderen Gehäuse auslesen lassen? Klingt einfach und plausibel – ist aber falsch. Denn die Ausrichtung der Scheiben einer Festplatte sind vom Hersteller auf ein My (μ) genau kalibriert und alleine das Öffnen der Festplatte könnte zum kompletten Verlust der Daten führen.

  1. Die Herstellergarantie deckt die Datenrettung ab

Wäre schön, ist aber leider nicht korrekt. Wenn die Festplatte defekt ist und Sie den Laptop, PC oder die Festplatte an sich während der Garantiezeit einschicken, wird lediglich die alte Festplatte durch eine neue ausgetauscht. Die Datenrettung wird leider nicht von der Garantie abgedeckt. Daher sollten Sie Ihre Daten auf jeden Fall regelmäßig sichern.

Sie möchten ein Backup Ihrer Daten durchführen oder benötigen Hilfe bei der Wiederherstellung Ihrer Daten? Sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gerne weiter!

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